Molekulares Biodiversitätsassessment als Grundlage für die Insektenbiotechnologie in Indonesien

Grüner Spanner

Indonesien ist eines der artenreichsten Länder der Erde und besteht aus etwa 17.000 meist unbewohnten Inseln, auf denen sich fernab des Festlandes im Lauf der Evolution eine Reihe endemischer (einheimischer) Arten entwickeln konnten. Das Land überschneidet sich mit zwei der 25 weltweiten "Biodiversitäts-Hotspots", Sundaland und Wallacea und verfügt somit über enorme biologische Ressourcen an Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen, von denen bisher nur ein Bruchteil bekannt ist.

IndoBioSys ist ein dreijähriges Forschungsprojekt, das im Rahmen der Förderinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zu Biodiversitäts- und Gesundheitsforschung in Indonesien seit April 2015 in enger Kooperation an der ZSM und am Museum für Naturkunde Berlin bearbeitet wird. Ziel ist die Entwicklung und Bereitstellung zentraler Komponenten eines wissensbasierten Ansatzes zur Entdeckung neuer, medizinisch interessanter Wirkstoffe aus indonesischen Organismen.

Die erstmalig umgesetzte Kombination von primären Biodiversitätsdaten mit relevanten Metadaten für einen innovativen Ansatz zur Wirkstoffentdeckung schafft eine neuartige Plattform, über die eine fokussierte und effiziente, wie nachhaltige Nutzung biologischer Ressourcen in Indonesien ermöglicht wird.

Projektaufgabe der Zoolgischen Staatssammlung München ist das "DNA-Barcoding", dessen Ergebnisse in den gemeinsamen Workflow einfließen werden. Hierbei profitiert das Projekt von der langjährigen Erfahrung der Münchner Forscher auf dem Gebiet.

Gefördert wird das IndoBioSys-Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.